Zahnersatz und Implantate: Zahnzentrum Lübeck GmbH

Schnarchschienen oder Schnarcherschienen

Ermittlung der optimalen Position für Schnarcherschienen - Nicht immer ist ein forcierter Vorschub des Unterkiefers erforderlich.

Schnarchschienen und Schnarcherschienen bzw. Schnarchapnoe

 

Weitere Infos im Labor oder bei:

Schlafapnoe Schnarchen Bocholt Zahnarzt Frank Tegtmeier

Zahnarzt, Implantologie, Zahnarzt mit Schwerpunkt Naturheilwesen, Ästhetische Zahnmedizin

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Eine nicht unbedeutende Zahl von Fällen des „harmlosen Schnarchens" (Schnarchen ohne gesundheitlich relevante Atemausfälle) können von zahnärztlicher Seite über eine Schnarcherschiene therapiert werden. Dies ist oft dann der Fall, wenn der im Schlaf zurückfallende Unterkiefer die oberen Luftwege versperrt und über die Schiene der Unterkiefer am Zurückfallen gehindert wird und damit die Atemwege offen gehalten werden können.

 

Für den Zahnarzt stellt sich die Frage, wie weit der Unterkiefer nach vorne geschoben werden muss, um den Luftraum offen zu halten. Als Faustregel gelten 70% der Strecke, die der Patient maximal nach vorne schieben kann. Jeder, der versucht den Unterkiefer maximal nach vorne zu schieben und dann mit dem Kiefer wieder ein wenig zurück geht, spürt schon nach ein paar Minuten die recht unangenehme Spannung der Kiefermuskulatur. Diese Spannung, die über die gesamte Schlafzeit bestehen bleibt, kann zu nicht unerheblichen muskulären Irritationen führen. Wenn es also möglich ist, eine Position zu finden, die mit weniger Vorschub auskommt, wird das neuromuskuläre Gleichgewicht der Kiefermuskulatur weniger gestört.

Nachfolgend wird ein Verfahren beschrieben, welches es ermöglicht, die Größe des Luftraumes bei verschiedenen Kieferpositionen zu testen und die Position herauszusuchen, die einen freien Luftraum gewährt, aber nicht weiter nach vorne geschoben ist, als es die Situation erforderlich macht.

 

Schlüsselwörter:

Schnarcherschienen. Akustisches Pharyngometer. Neuromuskuläres Gleichgewicht. Schlaflabor. Elektromyographie. Apnoe/Hypopnoe.

 

Austesten der Schienenposition

Die Größe des Luftraumes kann schnell und ohne großen Aufwand über ein akustisches Pharyngometer ausgemessen werden. Schon vor Herstellung einer Schnarcherschiene kann im Vorfeld ausgelotet werden, ob ein Vorschub des Unterkiefers eine Vergrößerung des Luftraumes bewirken kann.

Dieses ist ein wichtiges Kriterium für die Prognose der Schiene, die, wenn sie bequem und physiologisch ausgerichtet sein soll, mit nicht unerheblichem Aufwand und Kosten verbunden ist. Der Patient atmet ganz normal durch den Mund ein und aus. Ein Mundstück verbindet ihn mit einem "Rohr", welches beim Atmen akustische Signale in den Bereich des Mundraumes und des Hypopharynx aussendet. Die Reflektion der Signale wird gemessen. Je stärker diese Reflektion ist, um so größer ist der entsprechende Mund- und Pharynxbereich. Das Messrohr ist mit einem Bildschirm verbunden, der die einzelnen Bereiche aufzeichnet (s. Abb. 1 und 2).

 

Abb.1:
Abb. 2

Zum Austesten der optimalen Position der Schnarcherschiene wird zuerst eine Basisaufzeichnung bei normaler Mundatmung und normaler Lage des Unterkiefers vorgenommen. Danach lässt man den Unterkiefer 3mm und 6mm vorschieben und führt die Messungen auch in diesen Positionen durch. Wenn schon ein geringer Unterkiefervorschub ausreicht, um die Luftwege im Bereich des Oropharynx zu öffnen, lassen wir in unserer Praxis die Schnarcherschiene ohne Unterkiefervorschub in der gewohnheitsmäßigen Ruhelage, plus einer kleinen Bisserhöhung, anfertigen. In einigen Fällen war allein die Bisserhöhung und das Verhindern des Unterkieferrückfalles ausreichend, das Schnarchverhalten positiv zu beeinflussen. Wenn diese Position nicht ausreichend ist, kann an den seitlich angebrachten Teleskopverankerungen der Vorschub beliebig weit und stufenlos von 1-9mm vergrößert werden (Abb.3a/3b).

 

Die fertige Schiene wird im akustischen Pharyngometer in verschiedenen Positionen nochmals mit der normalen Mundatmung verglichen, um die optimale Position zu ermitteln.

 

Abb. 3a,b:

In Abb. 4a-c sieht man anhand der graphischen Darstellung des Oropharynx und dem Vergleich der Volumenwerte, dass eine einfache Bisshebung ohne weiteren Vorschub den Luftraum deutlich vergrößert. Die Schiene wurde in dieser Position belassen und im Schlaflabor getestet. Die Position wurde dort bestätigt (Abb.5).

 

Abb.4a:
Abb.4b:
Abb.4c:

Wenn man in diesem Falle die Schienenposition nicht im Vorfeld individuell über das akustische Pharyngometer getestet, sondern sich bei der Schienherstellung nach der Faustregel gerichtet hätte, die Position auf ca. 70% des maximal möglichen Vorschubes des Unterkiefers einzustellen, wären unnötig große muskuläre Irritationen der Kopf- und Kiefermuskulatur entstanden. Als Beispiel sei das Elektromyogramm bestimmter Kiefermuskeln einer anderen Patientin, deren Schiene bei 3 mm Unterkiefervorschub eingestellt wurde, aufgeführt (Abb. 6a _ d).

 

Abb.5:
Abb.: 6a
Abb. 6b:
Abb. 6c:
Abb. 6d:

Überprüfung im Schlaflabor

Eine Überprüfung der Schnarcherschiene im Schlaflabor ist dringend angeraten. Das Verschwinden des Schnarchens alleine ist kein Maßstab für einen physiologischen Zustand des Atemaustausches. In leichteren Fällen oder als erste Orientierung kann auch ein Homescreening des Schlafverhaltens angezeigt sein.

 

Die nachfolgende Fallbeschreibung zeigt, dass über die Schiene zwar das Schnarchen unterdrückt wurde, insgesamt aber die pathologische Situation nur wenig positiv beeinflusst werden konnte. Anstelle einer Schnarcherschiene ist in diesem Falle unbedingt eine entsprechend ausgerichtete nächtliche Maskenbeatmung erforderlich(Abb.7a,b). Schade um den Aufwand mit der Schiene, aber gut für den Patienten, wenn er es weiß. In dem nachfolgend geschilderten Fall ist die Schiene trotz allem nicht umsonst. Wenn aus irgend einem Grund eine Beatmung zeitweise nicht möglich sein sollte, kann in solch einem Notfall auf die Schiene zurückgegriffen werden. Zum Einen bringt sie, wenn auch nur eine leichte, Verbesserung des Geschehens. Zum Anderen kann der Lebenspartner ungestört ohne nachbarliche Schnarchgeräusche schlafen.

 

 

Abb. 7a:
Abb. 7b:

Fazit

Die Therapie des "harmlosen" Schnarchens mit Schnarcherschienen kann häufig das Krankheitsbild verbessern. Wichtig ist die Ermittlung der optimalen Unterkieferposition.

 

Einerseits wird oft ein Vorschub des Unterkiefers benötigt, um den kritischen, weil engen, Bereich zwischen Zäpfchen und Kehldeckel offen zu halten, bzw. zu öffnen. Andererseits bewirkt jeder erzwungene Vorschub des Unterkiefers eine Belastung der Kopf- und Kiefermuskulatur im Sinne von Muskelspannungen.

 

In manchen Fällen stellt sich sogar heraus, dass ein sehr weiter Vorschub die Luftwege wieder verengt. Es gilt also, die Position herauszufinden, die den Luftweg offen hält und so wenig als unbedingt erforderlich den Unterkiefer nach vorne verlagert. Diese Position lässt sich schon im Vorfeld mit dem akustischen Pharyngometer ausloten.

 

Die fertige Schiene kann dann nochmals in verschiedenen Kieferpositionen mit dem akustischen Pharyngometer überprüft und die günstigste Position ausgewählt werden. Eine Überprüfung des Schlafverhaltens im Schlaflabor ist dringend zu empfehlen. Das Ausbleiben des Schnarchens durch das Tragen der Schiene ist noch keine Garantie dafür, dass auch die anderen Schlafparameter, wie z.B. Apnoen und Hypopnoen eine Besserung erfahren.

 


 


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