Mundgeruch

Mundgeruch

Mundgeruch ist immer unangenehm. Für den, der Mundgeruch hat, aber auch für die Mitmenschen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein.

Schlechter Atem? Das können Sie tun:

 

Zuerst sind Allgemeinerkrankungen auszuschließen. Besonders häufig verursachen Entzündungen der Nebenhöhlen, der Mandeln, aber auch Erkrankungen des Magens, der Leber oder Nierenleiden und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Mundgeruch.

 

Meist ist die Ursache aber naheliegender und in der Ernährung (Knoblauch, Zwiebel, übermäßiger Nikotin- oder Alkoholkonsum) oder auch einfach in falscher oder unzureichender Mundhygiene oder defekten Zähnen, Karies, Zahnfleischtaschen oder schlechten und überalterten Zahnrestaurationen zu suchen.

 

Was kann eine Person mit Mundgeruch tun ?

  • Sprays, Spülungen, Kaugummis können zwar kurzzeitige Linderung verschaffen, bekämpfen aber nicht die Ursache.
  • Also mit Ihrem Zahnarzt die Ursache eingrenzen und bei Bedarf mit Ihrem praktischen Arzt abklären !
  • Zahnreinigung verbessern !
  • Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume verwenden.
  • Mundspüllösungen mit antibakteriellen Wirkstoffen als unterstützende Maßnahme.
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt ist notwendig. Hierbei werden Zahnstein, Konkremente und Belege entfernt, anschließend werden die Zähne poliert.
  • Unterstützung der Selbstreinigung !
  • Reichlich trinken für erhöhte Speichelbildung.
  • Stimulation des Speichelflusses durch zuckerfreien Kaugummi zwischen den Mahlzeiten und gesunde Ernährung mit vermehrter harter Nahrung wie Karotten, Äpfel und Vollkornbrot.
  • Rauchen einstellen !
  • Sanierung von defekten Zahnfüllungen und überalterten, überstehenden Kronen und Brücken !

Beherzigen Sie diese Maßnahmen und lachen Sie wieder unbeschwert !

 

 

 



Die Gründe liegen oftmals tief

Ein Viertel der westlichen Bevölkerung leidet, so eine aktuelle Studie, unter hartnäckigem Mundgeruch. In den seltensten Fällen wird er von mangelnder Mundhygiene verursacht.

Morgendlicher Mundgeruch mag dem Partner vielleicht nicht gefallen, er ist aber meist kein Grund zur Sorge


Des Teufels Hauch riecht angeblich nach dem schwefligen Odem der Hölle: Der stinkende Atem gilt als Beweis für Satans subterrane Behausung. Ein Zahnarzt würde Luzifer allerdings nur Mundgeruch bescheinigen.

 

Jeder leidet ab und an unter Mundgeruch, beispielsweise morgens nach dem Aufwachen oder nach dem Genuss von Knoblauch und Käse. Doch etwa "25 Prozent der Bevölkerung haben ein chronisches Problem mit schlechtem Atem", berichtete Louis Malcmacher, Zahnarzt in Bay Village im US-Bundesstaat Ohio, auf dem diesjährigen Kongress der American Dental Association (ADA) in Chicago. "Und sie versuchen ständig, dieses Problem zu bekämpfen."

 

Normalerweise entsteht übler Atem durch Bakterien, die in der Mundhöhle hausen. Die Mikroben ernähren sich vornehmlich von übrig gebliebenen Speiseresten zwischen den Zähnen, aber auch von menschlichen Zellen und Blut. Bei diesem Bazillen-Mahl entstehen Substanzen wie Azeton, Fettsäuren und Sulfide - das sind die teuflischen Schwefel-Verbindungen - sowie eine Vielzahl anderer flüchtiger Stoffe, etwa 400 verschiedene wurden bislang entdeckt.

 

Gegen diesen "Foetor ex Ore", wie der gemeine Mundgeruch medizin-lateinisch heißt, helfen Zahnbürste und Zahnseide, Mundspülungen und - falls das hintere Drittel der Zunge mit dickem, weißem Schmier belegt ist - der Zungenschaber. "Doch viele Patienten mit Mundgeruch haben die saubersten Mundhöhlen, die man sich überhaupt denken kann. Es ist falsch, zu glauben, dass der Geruch nur durch mangelnde Mundhygiene entsteht", so Malcmacher.

 

Der Grund für hartnäckigen Mundgeruch liegt meistens tiefer: Alte Speiseüberbleibsel in den Falten von besonders dicken Gaumenmandeln können genauso schnell fiesen Hauch entstehen lassen wie vereiterte Kieferhöhlen.

 

Ein Atem, der nach altem Fisch riecht, lässt auf eine Stoffwechselstörung schließen, bei der die Substanz Cholin nicht vollständig abgebaut werden kann. Eitergeruch deutet auf Erkrankungen in den unteren Lungenbereichen hin, Urindünste zeigen Nierenstörungen an, Azeton-Hauch aus dem Mund kann auf Diabetes hinweisen, Erkrankungen von Leber und Galle erzeugen hingegen einen mäuseartigen Mundgeruch. Weniger speziell stinkt der Atem, wenn Magen, Darm oder die oberen Atemwege mit ihrer Arbeit Probleme haben.

 

Ganz normal sind eklige Dünste nur, wenn geschlafen wird. Denn dann findet sich im Mund weniger Speichel ein als tagsüber. Speichel spült die Mundmikroben normalerweise mitsamt ihren Ausscheidungen in die Speiseröhre. Fehlt er hingegen, produzieren die Bazillen auf den trockenen Mundschleimhäuten einen muffig-käsigen Geruch. Daher ist der morgendliche Mundhauch in den seltensten Fällen duftend.

 


 

 

 

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